Der richtige Grill für den Balkon

Grills für den Balkon – eine kleine Kaufberatung

Grillen auf dem Balkon

Je nach persönlicher Vorliebe gibt es für jeden den perfekten Grill.

Grillen auf dem Balkon gehört zum Sommer einfach dazu. Es gibt kaum etwas Schöneres als an einem lauen Sommerabend mit Freunden auf dem Balkon zu sitzen und ein paar schöne Steaks auf den Grill zu werfen und dazu ein kühles Bier zu trinken.

Das grillen nicht überall möglich bzw. erwünscht ist, habe ich bereits in dem Artikel „Grillen auf dem Balkon – Rücksicht nehmen!“ beschrieben. Oftmals wird an der Geruchsentwicklung Anstoß genommen. Je nach Toleranz der Nachbarn und der Hausordnung gibt es aber eigentlich für alle Fälle einen passenden Grill. Die Geruchsentwicklung lässt sich durch die richtige Wahl der Grill-Befeuerung so weit reduzieren, dass es keine Probleme geben wird. So verursacht ein Gasgrill schon wesentlich weniger Gerüche, als ein Holzkohlegrill und ein Elektrogrill ist eigentlich kaum zu beanstanden, da dieser im Prinzip nicht mehr Gerüche verursacht, als wenn das Steak bei offenem Fenster in der Küche gebraten wird.

Holzkohlegrill

Das Verwenden von Holzkohle ist nach wie vor meine bevorzugte Art zu Grillen. Es hat etwas urtümliches und bringt ein ganz eigenes Aroma, dass sonst schwer zu erzielen ist. Jedoch hat es auch Nachteile, wie Schmutz, Rauch und Geruch. Auch Geduld ist von Nöten, da es schon eine halbe Stunde dauern kann, bis die Kohle richtig glüht.

Anzündhilfe Rapidfire von Weber

Die Anzündhilfe Rapidfire von Weber ist qualitativ hochwertig und sehr praktisch.

An dieser Stelle möchte ich auf die sehr praktischen Anzündkamine hinweisen. Ich habe diese bis vor Kurzem auch für Schnick-Schnack gehalten, bekam jedoch zum Geburtstag den Rapidfire von Weber geschenkt und muss sagen, so leicht und schnell ging es noch nie, die Kohle richtig in Gang zu kriegen. Die Funktion ist einfach aber genial. Die Metallröhre wird von oben mit Kohle gefüllt und besitzt im unteren Teil ein Gitter, unter dem Platz bleibt, um dort ein wenig zerknülltes Zeitungspapier einzulegen. Diese wird angezündet und sorgt für die erste Glut, die sich schnell durch den gesamten Anzündkamin bis nach oben durch frisst. Anschließend wird die perfekt glühende Kohle einfach in den Grill geschüttet und es kann sofort losgegrillt werden. Die Anzündhilfe von Weber ist nicht die billigste, aber da ich damit so gute Erfahrung gemacht habe, empfehle ich diese uneingeschränkt. Zu kaufen gibt es diese beispielsweise hier bei Amazon. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass man sich Grillanzünder, egal ob flüssig oder fest sparen kann.

Trichtergrill Grillchef BBQ. Vernünftiger Grill zum vernünftigen Preis!

Trichtergrill Grillchef BBQ. Vernünftiger Grill zum vernünftigen Preis!

Von den vielen unterschiedlichen Grilltypen bevorzuge ich für den stationären Einsatz Trichtergrills. Diese haben den Vorteil, dass die Kohle von unten belüftet wird und so gleichmäßig und kräftig glüht. Bei normalen Grills kommt von unten keine Luft an die Glut, wodurch diese nur wenig Hitze entwickelt und nur selten vollständig verglüht. Hier gilt es beim Kauf aber aufzupassen. Bei vielen Modellen kann die Höhe des Grillrostes nicht verstellt werden. Dadurch ist es schwer, die richtige Temperatur zu treffen. Ein meiner Meinung nach gutes Modell zu einem moderaten Preis ist der Grillchef BBQ.

Ein Säulengrill hat zumeist nur in der Mitte eine Belüftungsöffnung – das ist zwar zum Anzünden gut geeignet – führt jedoch zu ungleichmäßiger Hitzeentwicklung und ungleichmäßigem Abbrennen der Kohle. Habe mir kürzlich bei einem Discounter einen zugelegt (war halt so billig…) bin damit aber sehr unzufrieden und würde so ein Modell nicht empfehlen.

Die tragbare Grilltonne für Unterwegs.

Grill-to-go: Der perfekte Grill für Unterwegs!

Generell benötigen solche Grills aber etwas Platz um diese zu verstauen und sind somit eher was für große Balkone oder Terrassen. Eine Alternative kann hier ein kleiner portabler Grill sein, jedoch finde ich es sehr störend, wenn ich mich zum Fleischwenden oder Grill belegen immer bis auf den Boden bücken muss. Das nervt. Auch ist es nicht empfehlenswert, diese Grills auf den Tisch zu stellen, da die Hitzeabstrahlung nach unten meist so groß ist, dass der Tisch versengt wird.

Möchte man den Grill jedoch zum Picknick oder zum Grillen am Strand o.ä. mitnehmen, gibt es ganz tolle kleine handliche Geräte. Für diesen Zweck habe ich eine kleine Grilltonne, die sich wie ein Koffer tragen lässt. Für den Transport kann Kohle, Anzünder, Fleisch und was man sonst noch braucht im Grill verstaut werden. Angekommen wird er einfach aufgeklappt, befeuert und schon kann gegrillt werden. Zu beachten ist lediglich, dass sich der Boden unter dem Grill stark erwärmen kann und sich der Grill mit der Zeit etwas verfärbt, was Stahl bei hohen Temperaturen nun mal macht. Für den Balkon eher ungeeignet, da er auf dem Boden stehen muss, aber Unterwegs oder beim Campen ein absolutes Must-have für jeden Chefkoch und zudem billig zu haben. Zum Angebot geht es hier lang!

Haape Capri Balkongrill

Praktisch: Der Balkongrill von Haape wird am Geländer befestigt.

Besonders pfiffig finde ich Grills, die am Balkongeländer befestigt werden können. Diese sind zumeist sehr kompakt, so dass diese wenig Platz benötigen und sie können weder umkippen, noch stehen sie in „unangenehmer Grillhöhe“ auf dem Boden. Es gibt unterschiedliche Modelle, die sowohl im Preis, als auch in der Funktion variieren. Etliche Modelle haben die Optik eines Balkonkastens, was ja an sich ganz witzig ist, jedoch kann bei diesen zumeist nicht die Höhe des Grillrostes verstellt werden und die Grillfläche ist relativ klein. Handelsübliche Alu-Grillschalen passen auf diese nicht. Mein Favorit ist ein Modell von Haape, das aus rostfreiem Edelstahl ist, eine ausreichend große Grillfläche, einen höhenverstellbaren Rost hat und die Kohle von unten belüftet, wodurch diese schön gleichmäßig und kräftig glüht. Ein Freund von mir verwendet dieses Modell bei sich auf dem Balkon und ist davon begeistert, allerdings hat gute Qualität und pfiffiges Design auch seinen Preis. Zu kaufen gibt es diesen Grill auch bei Amazon. Hier gehts zum Angebot.

Gasgrill

Weber Gasgrill Q100

Der Weber Q100 kann gut auf dem Tisch benutzt werden.

Ein Gasgrill ist in der Anschaffung oftmals teuerer als ein Holzkohlegrill, entwickelt aber viel weniger Qualm, braucht nicht lange vorgeheizt zu werden und schafft auch ein gutes Aroma, wenngleich dieses nicht mit Holzkohle vergleichbar ist. Es gibt kleine handliche gasbetriebene Grills, die sogar auf dem Tisch Platz finden und richtig große Modelle, die eher die Abmessungen einer Kommode haben. Dies ist letztlich eine Frage des Geldbeutels und des Platzes auf dem Balkon. Für Gelegenheitsgriller reicht ein kleines kompaktes Modell völlig aus. Dieses ist schnell einsatzbereit, stinkt kaum und ist schnell wieder verstaut. Zudem finde ich es sehr gesellig, wenn der Grill mittig auf dem Tisch steht und man nicht immer aufstehen muss, um das Fleisch zu wenden. Zu empfehlen ist hier der Weber Q100, dieser bietet gute Qualität und Funktionalität zu einem vertretbaren Preis. Weitere Bilder und Infos und Angebote zum Weber Q100 gibt es hier.

Ein solcher Gasgrill ist für den Balkon etwas sperrig.

Ein solcher Gasgrill ist für den Balkon etwas sperrig, auch wenn sich darauf sehr gut grillen lässt.

Je nach Modell und Hersteller werden unterschiedliche Gaskartuschen oder- flaschen benötigt. Hier empfiehlt es sich, immer eine Kartusche in Reserve zu haben, da es kaum etwas ärgerlicheres gibt, als kein Gas mehr zu haben, wenn das Steak erst von einer Seite gegrillt ist. Im Gegensatz zu Holzkohle erhält man spezielle Kartuschen nicht an jeder Tankstelle, die großen 5 kg Gasflaschen hingegen werden zumindest an größeren Tankstellen angeboten.

Die 5 kg Gasflaschen benötigt man zumeist für die großen Gasgrills. Diese sind zum Grillen hervorragend, jedoch für Balkone meist zu groß und auch in der Anschaffung recht teuer. Die Preisspanne reicht von ein paar hundert bis zu mehreren tausend Euro. Hier habe ich Euch ein ganz vernünftiges aber noch günstiges Modell herausgesucht.

Elektrogrill

Severin Elektrogrill

Ein Elektrogrill ist einfach und ungefährlich in der Handhabung und erzeugt kaum Gerüche.

Dieses ist zwar die unaufregendste Methode, da es ohne offene Flamme abläuft, jedoch schont man seine nachbarschaftlichen Beziehungen, da so gut wie kein Geruch entsteht. Elektrogrills gibt es schon ab ca. 25 Euro (z.B. von Severin bei Amazon), jedoch kann man auch wesentlich mehr ausgeben. Die Vorteile sind ähnlich wie beim Gasgrill: sofort einsatzbereit, der Grill kann auf dem Tisch stehen und nach dem Gebrauch wieder gut verstaut werden. Im Winter kann dieser sogar in geschlossenen Räumen verwendet werden. Hinzu kommt, dass nicht befürchtet werden muss, dass während des Grillabends die Kohle oder das Gas zu Ende geht.

Aromatisch kann das elektrische Grillen den Methoden mit Kohle oder Gas jedoch nicht das Wasser reichen. Dafür ist es zumeist auch auf dem Balkon möglich, selbst wenn die Hausordnung Grillen auf dem Balkon explizit verbietet – zumindest solange sich niemand gestört fühlt.

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