Balkonkästen optimal befüllen

Um der Pflanze optimale Bedingungen zu bieten muss der Balkonkasten mit dem richtigen Substrat gefüllt werden. Hier gibt es je nach Pflanze unterschiedlich zusammengesetzte Substrate. Den meisten Pflanzen reicht normale Blumenerde aus, jedoch kann das Wachstum bei einigen Arten durch Zusätze positiv beeinflusst werden. Einige bevorzugen eher leichte sandige Böden, während andere auf komposthaltiger Erde oder lehmigen Böden besser wachsen.

Ein optimal befüllter Balkonkasten

Durch Verwendung unterschiedlicher Materialen werden optimale Bedingungen geschaffen.

Neben Sand, Gesteinsmehl, Blähton, Lehm oder Kalk können beim Einpflanzen auch schon Langzeitdünger oder organische Stoffe, wie z.B. Kompost oder Hornspäne beigemischt werden. Dies sorgt für eine gleichmäßige und andauernde Versorgung der Pflanze mit allen notwendigen Nährstoffen.

Unabhängig von der Zusammensetzung der Erde ist es sinnvoll beim Einrichten von Pflanzgefäßen für den Balkon oder die Terrasse darauf zu achten, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann, da sich sonst Staunässe bildet, die dazu führen kann, dass die Wurzeln faulen. Dies lässt die meisten Pflanzen eingehen.

Daher gebe ich ein paar Tipps, wie eine gute Entwässerung der Balkonkästen sichergestellt werden kann. Zum Thema Staunässe hat Anna auch schon einen Artikel geschrieben, jedoch möchte ich diesen gerne ergänzen.

Auf dem Schaubild ist schematisch zu sehen, wie ein normaler Balkonkasten optimal befüllt wird. Über die Löcher im Boden des Kastens sollten Tonscherben oder ähnliches gelegt werden, so dass ein kleiner Hohlraum über den Löchern entsteht. Hierdurch wird verhindert, dass sich diese mit Erde zusetzten und sich das Wasser im Balkonkasten staut. Zudem empfiehlt es sich, über den Tonscherben eine etwa 4 bis 10 cm (je nach Größe des Pflanzgefäßes) dicke Schicht aus Blähton oder Kieseln zu streuen. Dieses ist mit Gefühl auszuführen, da die Tonscherben beim Befüllen leicht verrutschen. Diese wasserführende Schicht wirkt als Drainage, so dass überschüssiges Wasser aus der Erde leicht in die Blähtonschicht sickert und von dort zu den Löchern laufen kann. Blähton hat zudem den Vorteil, dass dieser hervorragend Wasser speichert und dieses nach Bedarf an das Erdreich zurückgibt.

Auf die Blähtonschicht kann jetzt die Blumenerde aufgebracht werden, in die die Balkonpflanzen gesetzt werden. Diese sollte nicht bis zur Oberkante des Balkonkastens gefüllt werden, sondern bereits 3-5 cm unter dem oberen Ende des Pflanzgefäßes enden, damit später einfach gegossen werden kann.

Die Pflanzen nach dem einsetzen gut andrücken und umgehend reichlich gießen, damit diese gut anwachsen.

Auf der Erde kann noch eine Schicht Kiesel verteilt werden, wenn einem das gefällt. Dies ist sehr dekorativ und verringert die Verdunstung an sonnigen Stellen.

1 Kommentar

  1. Elli sagt:

    Der Trick mit der Tonscherbe ist klasse. Ich werden es nächstes Jahr einmal testen.

    Diese Jahr habe ich leider ein echtes Problem mit meinen Balkonkästen, Sie sind seit August sind so dicht, dass kein Wasser mehr abläuft. Einige Pflanzen sind sogar schon eingegangen. 🙁

    Nächstes Jahr kann es also nur besser werden…

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