Balkonpflanzen vor Staunässe schützen

Staunässe bei Balkonpflanzen

Schützt Eure Balkonpflanzen vor Staunässe, damit es nicht zur Wurzelfäule kommt.

Schützt Eure Balkonpflanzen vor Staunässe, damit es nicht zur Wurzelfäule kommt.

Nur sehr selten gehen Balkonpflanzen durch zu geringes Gießen ein. Vielmehr ist Staunässe für den Tod der meisten Blumen auf dem Balkon verantwortlich. Dabei ist es so einfach diese zu vermeiden, wenn ein paar kleine Blumenpflege-Tipps beachtet werden.

Es steht außer Zweifel, dass keine Balkonpflanze ohne Wasser überleben kann. Jedoch bedarf es beim Bewässern der Blumen in Kübeln oder Blumenkästen einem gewissen Augenmaß, damit es nicht zur tödlichen Gefahr der Überwässerung kommt. Die Staunässe schneidet die Sauerstoffzufuhr des Wurzelwerks ab und Fäulnis ist die Folge. Bei der so genannten Wurzelfäule bilden sich Pilze auf den Wurzeln, die nur schwer zu bekämpfen sind. Zumeist verlassen diese die Wurzeln mehrere Jahr nicht. Die Balkonpflanzen reagieren darauf mit Blüten- und Blattabwurf, und sterben bereits nach kurzer Zeit ab. Eine Regeneration ist fast nie möglich. Eine gewisse Prophylaxe ist somit unausweichlich, damit man die ganze Saison viel Freude an seiner blühenden Balkon-Oase hat.

Staunässe vorbeugen

Staunässe tritt insbesondere dann auf, wenn die Blumekästen keine Löcher haben oder diese verstopft sind. Es ist somit darauf zu achten, dass sämtliche Blumengefäße ausreichend Abzuglöcher haben. Damit die vorhandenen Löcher nicht verstopfen, bietet es sich an, eine Tonscherbe über die Löcher zu legen. Haben die Balkonkästen keine Löcher, könne z.B. mit Hilfe eines Bohrkranzes, den man in jedem Baumarkt kaufen kann, große Löcher nachträglich hinzugefügt werde. Bei Blumenkästen oder Blumenkübeln, die auf Untersetzern stehen, sollte das von der Erde nicht aufgenommen Gießwasser nach ca. 30 Minuten beseitigen. Hier findet Ihr eine Abbildung zum optimalen Befüllen von Balkonkästen.

Beachtet Ihr die genannten Tipps bei Euren Balkonpflanzen, werdet Ihr keine Probleme mit Staunässe auf Eurem Balkon haben und einem schönen Sommer mit herrlich blühenden Blumen steht nichts mehr im Weg.


3 Kommentare

  1. Martin sagt:

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer regelrechtem Drainage gemacht. Kleine Ablauflöcher setzen sich manchmal mit Erde zu. Daher lege ich über die Löcher gewölbte Tonscherben die das Loch frei halten und darüber einen Hohlraum schaffen (da geht bestimmt auch vieles anderes) und fülle die untersten 4-5 cm der Kästen dann mit Blähton (gibts für ein paar Euronen im Handel) auf. Darauf kommt dann die Erde. So kann uberschüssigen Wasser immer hervorragen ablaufen.

    PS ich würde keinen Bohrkranz nehmen, sondern einen einfachen kleinen Steinbohrer (etwa 10mm), schließlich will man ja keine faustgroße Löcher im Topf haben.

    Grüße aus Heidelberg

    Martin

  2. Müller Gertrud sagt:

    Ich habe die Löcher in meinen Pflanzgefäßen am Balkon verschlossen, damit das Wasser nicht auf die Terrasse meines Nachbarn unter mir tropft. Nun bildet sich Staunässe. Wie kann ich das verhindern?
    Ich habe Petunien in kleine solche derzeit aktuellen Pflanzgefaße gepflanzt, die man auf das Balkongeländer obendrau setzen kann (sind unterteilt).
    Danke für eine kurze Info, auch zur Pflege der Petunien, die etwas lahm herunterhängen – egal ob viel oder wenig Wasser. Sind für so einen kleinen Pflanz“kübel“ 3 Petunien zuviel?

    • Ben (Balkon-Oase) sagt:

      Guten Tag Frau Müller,

      gerne beantworte ich Ihre Fragen.

      Staunässe zu vermeiden, ohne das der Balkonkasten Ablauflöcher hat, ist fast unmöglich. Der einzige Weg wäre einen Kasten mit Wasserspeicher zu haben, welcher auch einen Wasserstandsanzeiger hat. Mit diesem könnten Sie den Wasserstand permanent kontrollieren. Bei längeren regnersichen Phasen würde sich aber auch dieser füllen, so das überschüssiges Wasser ablaufen muss. Sumpfpflanzen bzw. Teichpflanzen (da gibt es auch sehr schöne) sind nicht wirklich eine Lösung, obwohl diese dauerhaft mit Staunässe zurechtkommen, diese sogar benötigen. Das wäre aber mal ein interressantes Esperiement, wie sich beispielsweise Supfdotterblumen, Blutweiderich oder Sumpfiris in einem permanent getränkten Balkonkasten mit dauerhafter Staunässe machen…..werde ich nächstes Jahr mal testen.

      Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass man Pflanzen auch eng zusammensetzen kann, soweit diese mit ausreichend Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Die stärkere wird sich schon durchsetzen. Durch die Enge wird jede einzelne nicht so groß, als wenn dort nur eine gepflanzt wäre, jedoch werden sie zusammen i.d.R. sogar größer und füllen den Topf schneller aus. Wenn Ihre Petunien herabhängen gibt es einige Möglichkeiten:
      1) Es sind Hängepetunien. In diesem Fall würden diese gesund aussehen, aber hängen. Das ist nicht schlimm, das gehört so.
      2) Die Pflanzen wirken ungesund. Dieses kann viele Ursachen haben. Z.B. Staunässe oder Pilzerkrankungen (u.a. Welke). Ein Ferndiagnose ist immer schwierig. Gerade bei Petunien ist neben dem richtigen Gießen (immer erst, wenn die Erde oben abtrocknet) auch eine ausreichende Versorgung mit Dünger wichtig. Zuwenig Dünger führt aber nicht zu hängenden Pflanzen, sondern zu mangelndem Wachstum und kaum Blüten.

      Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen hilfreich beantworten konnte, ansonsten freue ich mich, wenn Sie nachhaken.

      MfG Ben

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