Weihnachtssterne – ein Leben nach Weihnachten?

Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)

Weihnachtsstern als Zierpflanze pflegen.

Weihnachtssterne bilden rote Hochblätter, wenn die Tage kurz genug sind.

Der ursprünglich in Mexiko beheimatete Weihnachtsstern ist keine klassische Balkonpflanze, jedoch stellt sich jedes Jahr wieder die Frage, was man nach Weihnachten mit den Dingern macht. Zum Wegwerfen sind sie viel zu schade. Grundsätzlich ist der Weihnachtsstern eine recht einfach zu pflegende mehrjährige Pflanze, die problemlos im Zimmer oder auf dem Balkon „über den Sommer“ gebracht werden kann.

Der Weihnachtsstern ist als Wolfsmilchgewächs leicht giftig. Er bildet fleischige Triebe aus, die mit der Zeit verholzen. Die dunkelgrünen Laubblätter sind länglich Oval und leicht gezackt. In seiner Blütezeit von November bis Januar bildet er leuchtend rote (es gibt u.a. auch weiße) Blätter aus, die streng genommen keine Blüten, sondern so genannte Hochblätter sind.

Standort: Optimal sind helle Standorte, welche Temperaturen von etwa 15 bis 25°C aufweisen. Direkte Sonneineinstrahlung und Hitze sollte vermieden werden. Erfahrungsgemäß kommen Weihnachtssterne auch mit etwas dunkleren Standorten im Zimmer oder schattigen Balkonen zurecht. Auf dem Balkon ist dringend darauf zu achten, dass die Pflanze keinen Frost oder zu kalte Zugluft abbekommt. Auch vor Wind und starkem Niederschlag auf dem Balkon sollte sie geschützt stehen, da die doch recht fragilen Äste und Blätter sonst leicht Schaden nehmen.

Pflege: Der Weihnachtsstern kann ein wenig Wasser in seinen Trieben und Wurzeln speichern. Am besten gedeiht er, wenn er eher mäßig gegossen wird. Die Erde darf auch schon mal richtig trockenfallen, spätestens aber dann sollte gegossen werden, wenn auch nur so viel, dass die Erde wieder leicht feucht, keineswegs nass ist. Auf Staunässe an den Wurzeln reagiert er sehr empfindlich, überschüssiges Wasser muss also gut ablaufen können. Dünger braucht auch nur spartanisch mit dem Gießwasser gegeben zu werden. Insgesamt ist die Pflanze recht anspruchslos und einfach zu pflegen.

Viele wundern sich, dass die Weihnachtssterne im nächsten Winter nicht wieder rote Blätter ausbilden. Um die roten Hochblätter zu bilden, muss der Pflanze Winter, sprich wenig Licht, vorgegaukelt werden. Um die „Blüte“ auszulösen bedarf es mindestens acht Wochen lang Nächte von 13 Stunden oder mehr. Dies ist zwar in Deutschland jeden Winter vorhanden, jedoch bemerkt der Weihnachtsstern auch Kunstlicht, wodurch die Blüte ausbleibt. Hier kann man sich jedoch recht einfach behelfen. Entweder stellt man die Pflanze in ein sonst nicht genutztes Zimmer, wo wirklich nur das Tageslicht vorkommt (Vorsicht Straßenlaternen!) oder man deckt den Weihnachtsstern abends mit einer Plane oder einem Karton ab, den man bis zum Morgen drauf lässt. So hat der Weihnachtsstern nun seine lange Nacht. Wenn man hiermit rechtzeitig beginnt (z.B. September) so wird die Pflanze 8 Wochen später, also passend zur Vorweihnachtszeit, rote Hochblätter ausbilden. So kann man die Pflanzen theoretisch in jeder Jahreszeit zur Blüte bringen.

  • Blütenfarbe: je nach Züchtung: weiß, rot
  • Blütezeit: November bis Januar
  • Größe: 20 bis 50 cm
  • Standort: Halbschatten bis Schatten
  • Wasserbedarf: gering
  • Düngebedarf: gering
  • Winterhart: nein
  • Mehrjährig: ja

Pflanzen für den Balkon findet Ihr im Balkonpflanzen-Lexikon.


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